HLP HIRZEL & PARTNER

Ein offener, direkter und ehrlicher Austausch

Projektmanagement-Professionals sondierten das strategische und operative Ressourcenmanagement 

Mit Beratererfahrungen startete die Veranstaltung: Projektportfoliomanagement ist weitgehend bekannt, mit der Umsetzung tut sich das Management allerdings schwer. Die strategischen Fragen werden selten geklärt: Welche Kernkompetenzen werden künftig in Projekten benötigt, und wie entwickeln wir sie? „Dabei sind sich alle einig: Eine realistische Ressourcenplanung ist der Schlüssel zum funktionierenden Projektportfolio. Sie übt zudem einen entscheidenden Sogeffekt auf die Qualität des Einzelprojektmanagements aus“, so die HLP Berater Frank Kühn und Thomas Schmitt. Sind aussagekräftige Informationen gefragt, setze das eine professionelle Planungs- und Controllingqualität voraus.

Das strategische und operative Ressourcenmanagement war Thema der 3. Explorationswerkstatt „Projektportfolio-Management in der Praxis“ am 20. und 21. April 200p in Ennepetal. Initiatoren waren die DORMA Gruppe, die Zurich Gruppe Deutschland, Bayer Material Science und HLP Hirzel Leder & Partner.

Schwerpunkt waren Kollegiale Beratung und der Erfahrungsaustausch, vor allem der Vergleich der Praxen aus produzierenden Unternehmen und Finanzdienstleistern. Die Gemeinsamkeiten überwogen und schnell war klar: Für Projektportfolio- und Ressourcenmanagement sind nicht so sehr aufwendige Tools entscheidend. Erfolgsrelevant sind vielmehr die Identifikation der Unternehmensleitung mit dem Thema, die Vereinbarkeit mit der Kultur des Unternehmens, die Orientierung auf gemeinsame Ergebnisse und Erfolge: „Output statt Input“, Einfachheit statt Komplexität.

Die Themen für den Tag setzten sich die Teilnehmer selbst. Was sind die Erfolgsfaktoren in einem Projektprozess? Zum Beispiel die Beteiligung der Business- und Process-Owner aus der Linienorganisation, schnelle personelle Entscheidungen in Veränderungsprojekten, und auf jeden Fall ein gutes Kommunikationskonzept.

Wie viele Projekt verkraftet ein Unternehmen? Eine besondere Herausforderung ist hier das Timing der Projekte – nicht alles muss sofort beginnen. Vielmehr geht es darum, sich professionell nach der Decke zu strecken. Wie kann eine Qualifizierung für das Projektmanagement aussehen? Das Rollen- und Karriereverständnis ist hier der Schlüssel. Kontraproduktiv ist eine Haltung und Kultur "Ich habe ein Projekt, also bin ich."

Was macht gute Projektleiter aus? Wie führe ich sie, wie sieht ihr Werdegang aus , woher bekomme ich sie? Persönlichkeiten lassen sich skizzieren und in Skillsets beschreiben – doch letztendlich sind Projektsituationen, zu meistern. Hier können exemplarische Situationsbeschreibungen der Maßstab für die Eignung sein. Neben dem Training sind es die Erfahrungen in unterschiedlichen Unternehmen, Disziplinen und Kulturen, die einen erfolgreichen Projektmanager ausmachen.

Die Impulsbeiträge bereicherten die Diskussion: Andreas Linden von Dorma berichtete einführend über das Operational Excellence Programm, in dem eine Vielzahl von weltweiten Projekten koordiniert wurde, und das seine wirtschaftlichen Ziele vollständig erreichte. Dr. Petra Auchter-Krummel erläuterte über die Ressourcensteuerung der Entwicklungsprojekte bei SCHOTT AG und Gudrun Pleuger steuerte spontan eine Übersicht über das weltweite Project Management Qualifdication Program der Zurich Group bei.

“Ein offener, direkter und ehrlicher Austausch“, so die positive Resonanz der Teilnehmenden. Am Ende stand der Plan einer weiteren Werkstatt in 2010. Gastgeber wird die SCHOTT AG in Mainz sein.