HLP HIRZEL & PARTNER

Stichwort: Fallarbeit

Stichwort: Fallarbeit

Fallarbeit ermöglicht Lernen an einer praxisnahen oder praktischen Situation.

Die ursprünglichen Fallstudien (Case studies) dienen zur Ausbildung von Jura-Studenten. Sie sind für Unterrichtszwecke erstellt und beschreiben eine praxisnahe Situation, mit der sich die Lernenden auseinandersetzen und für die sie eine Lösung erarbeiten sollen.

Weiter ausgearbeitet ist z.B. der MikroArtikel (nach Willke). Er dient dem Lernen an einem konkreten Ereignis. Der Fallgeber verfasst quasi einen kleinen Artikel: Titel, Story, Einsichten, Schlussfolgerungen. Die Bearbeitung in einer Kleingruppe bringt zusätzliche Ideen und Anregungen.

Die kollegiale Fallarbeit oder kollegiale Beratung ist ebenfalls auf Lernen an einer konkreten Situation ausgelegt. Ein strukturiertes Wechselspiel zwischen Fallgeber und Gruppe stellt sicher, dass die unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven der teilnehmenden Kollegen Eingang in Situationsklärung, Problemanalyse und Lösungssammlung finden.

Beim Action Learning oder Aktionsbasierten Lernen arbeitet und lernt eine Gruppe an einem konkreten Projekt und reflektiert gleichzeitig den Lernprozess. Das Vorgehen kann auch mit einer Sequenz kollegialer Beratungen über ein Thema und dessen fortschreitende Bearbeitung verglichen werden.

  • Was kollegiale Fallarbeit bedeutet
  • Der Fall: Für die Kollegiale Fallarbeit braucht es einen Kollegen mit einem aktuellen Anliegen.
  • Der Fallgeber: Es braucht von Seiten des Fallgebers Offenheit.
  • Die Kollegen: Damit durch die Kollegiale Fallarbeit für den Fallgeber eine weiterführende Lösung entstehen kann, braucht es 5 bis 8 Kollegen.
  • Die Haltung: Wirkliches Lernen, dass heißt persönliche Veränderung, passiert nur in einer Atmosphäre von Ehrlichkeit, Offenheit und gegenseitigem Wohlwollen.